FSTest Milchsäurebakterien-Zählplatte (Gel-Typ) (25 Tests)
Produktübersicht
Die FSTest Milchsäurebakterien-Zählplatte (Gel-Typ) ist ein vorgefertigtes, gebrauchsfertiges mikrobiologisches Nährmedium, das für die schnelle und präzise Zählung von Milchsäurebakterien entwickelt wurde. Diese moderne Testlösung ersetzt traditionelle, arbeitsintensive Arbeitsabläufe wie die Agarherstellung, Autoklavierung und Petrischalen-Befüllung.
Durch die Integration einer selektiven Nährbodenformel mit dualen biochemischen Indikatoren und einer kaltwasserlöslichen Geliermatrix wird die Routineüberwachung optimiert. Es ist ein unverzichtbares Werkzeug für Hersteller von Milchprodukten, fermentierten Getränken, funktionellen Lebensmitteln und Qualitätskontrolllabore, die die Anzahl lebender Bakterien überprüfen und die Einhaltung strenger Lebensmittelsicherheitsvorschriften gewährleisten möchten.
Produkt-Highlights & Hauptvorteile
· Hocheffizient & Zeitsparend:Ersetzt die mühsame Zubereitung traditioneller MRS- oder spezieller Agarmedien. Einfach die Folie abziehen, die Probe direkt pipettieren und inkubieren.
· Enzymspezifischer visueller Kontrast:Verwendet ein integriertes chromogenes Substrat, das vom Enzym β-Galactosidase, das von Milchsäurebakterien produziert wird, anvisiert wird. Positive Kolonien entwickeln sich als deutliche, leicht zu zählende blau-grüne Flecken.
· Dual-Wirkungs-pH-Indikator:Verfügt über einen integrierten pH-Indikator, der die säureproduzierende Fähigkeit der Flora durch Erzeugung eines sichtbaren gelben Hofes um die Kolonien herum anzeigt.
· Flexible Inkubationsprotokolle:Einfach anpassbar an sowohl Standard- als auch strikt anaerobe Stämme (wie Bifidobacterium), was vielfältige funktionelle Lebensmittelformulierungen ermöglicht.
· Integrierte Gittermatrix zur Überlastungsschätzung:Die kreisförmige Testzone verfügt über ein Standard-Gitternetz. Wenn die Kolonien zu zahlreich sind, um sie direkt zu zählen, können die Bediener den Durchschnitt einiger Quadrate berechnen und mit 28 multiplizieren, um die Gesamtbelastung abzuschätzen.
· Vorteil des Umgebungstransports:Ungeöffnete Testplatten können bis zu 15 Tage bei Raumtemperatur transportiert und gelagert werden, was erhebliche Kostenvorteile beim Versand vor der langfristigen Kühllagerung bietet.
Technisches Prinzip & Farbausdruck
Die FSTest Milchsäurebakterien-Zählplatte basiert auf selektiven Wachstumsparametern in Kombination mit spezifischen enzymatischen und pH-Farbänderungen. Die trockene Matrix besteht aus einem selektiven Medium, einem spezifischen chromogenen Substrat, einem pH-Indikator und einem in Kaltwasser löslichen absorbierenden Gel.
Während des Wachstums produzieren Milchsäurebakterien das Enzym β-Galaktosidase, das das vorbeladene chromogene Substrat spaltet. Gleichzeitig senkt ihre metabolische organische Säureproduktion die lokale pH-Umgebung.
Milchsäurebakterien → β-Galaktosidase-Hydrolyse (blaugrüne Kolonien) + Säureproduktion (potenzieller gelber Halo)
• Typische positive Kolonien: Erscheinen als deutliche blaugrüne Flecken, mit oder ohne einen gelben Halo.
Spezifikationen & Nachweisgrenze
Parameter | Produktspezifikation |
Zielorganismen | Milchsäurebakterien (β-Galactosidase produzierende Flora) |
Anwendbare Matrizen | Milchsäurevergorene Lebensmittel und Lebensmittel mit zugesetzter Milchsäurebakterien |
Nachweisgrenze (LOD) | 1 KBE/g (oder ml) |
Optimaler Zählbereich | 30–300 KBE pro Platte |
Inkubationsbedingungen | Ohne strikte Anaerobier: 36 ± 1°C aerob für 24–48 Stunden |
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Reihenverdünnung (Probenbehandlung)
· Primäre 1:10 Verdünnung: Wiegen oder messen Sie genau 25 g (oder mL) der Probenmatrix ab und geben Sie diese in einen sterilen Behälter oder eine Homogenisierungsbeutel, der 225 mL steriles Wasser, sterile Kochsalzlösung oder eine Standard-Phosphatpufferlösung enthält. Gründlich homogenisieren, um ein 1:10 Probenhomogenat zu erhalten.
· Nachfolgende Verdünnungen: Pipettieren Sie 1 ml des 1:10-Homogenats in ein Reagenzglas mit 9 ml sterilem Verdünnungsmittel, um ein Verhältnis von 1:100 zu erreichen. Wiederholen Sie dies sequenziell, um höhere Verdünnungen (1:1000 usw.) nach Bedarf zu erhalten. Stellen Sie sicher, dass Sie für jeden einzelnen Verdünnungsschritt eine frische sterile Pipette oder Spitze verwenden. (Hinweis: Ursprüngliche, unverdünnte Flüssigproben können bei Bedarf direkt ausgewertet werden.)
2. Beimpfungs-Workflow
· Legen Sie die Testzählblättchen auf eine sterile Laborbank, eine Reinbank oder eine biologische Sicherheitswerkbank und entfernen Sie die obere Folienlage.
· Pipettieren Sie exakt 1 ml der vorbereiteten Probenlösung in die Mitte des kreisförmigen Beimpfungsbereichs.
· Ziehen Sie die obere Folie vorsichtig ab und führen Sie die Bewegung reibungslos aus, um das Einschließen von Luftblasen vollständig zu vermeiden.
· Legen Sie die Kulturplatte vorsichtig ab und verwenden Sie einen Standard-Plattenverteiler auf der Folie, um die flüssige Probe gleichmäßig über die kreisförmige Zone zu verteilen. Lassen Sie sie mindestens 10 Sekunden ungestört stehen, bis das Kulturmedium erstarrt ist. (Hinweis: Öffnen Sie die obere Folie nach dem Verteilen der Probe nicht wieder.)
· Beimpfen Sie Duplikatplatten für jede ausgewählte Verdünnungsstufe zusammen mit einer Blindprobe.
3. Inkubationsbedingungen
Stapeln Sie die erstarrten Platten mit der Vorderseite nach oben und legen Sie sie horizontal in den Inkubator. Um eine gleichmäßige Wärmeverteilung zu gewährleisten, stapeln Sie nicht mehr als 20 Platten gleichzeitig. Programmieren Sie die Inkubationsparameter basierend auf Ihrem Ziel-Mikroflora-Profil (aerobe vs. anaerobe Phasen).
Ergebnisermittlung & Endzählung
· Standardzählung:Wählen Sie Platten mit einer moderaten Kolonieverteilung innerhalb von 30–300 KBE aus. Multiplizieren Sie die gezählten Kolonien direkt mit dem entsprechenden Verdünnungsfaktor, um die Anzahl der Milchsäurebakterien pro Gramm oder Milliliter zu erhalten. Geben Sie die Endergebnisse in KBE/g oder KBE/mL an.
· Schätzung der hohen Dichte bei Überlastung:Wenn die Koloniezahl zu hoch ist, um sie direkt zu zählen, wählen Sie mehrere repräsentative kleine Quadrate innerhalb des Gittersystems aus. Berechnen Sie die durchschnittliche Anzahl der Kolonien pro Quadrat und multiplizieren Sie diesen Durchschnitt mit 28, um die Gesamtkolonieanzahl auf der gesamten Platte zu schätzen. Multiplizieren Sie diese Schätzung mit Ihrem Verdünnungsfaktor.
Wichtige technische Hinweise und Handhabungsvorkehrungen
· ⚠️Physische Druckgrenze: Beim Entnehmen von Kulturplatten aus dem Inkubator niemals Fingerdruck direkt auf den zentralen kreisförmigen Inokulationsbereich ausüben, da dies die Gelstruktur verformen und Kolonien verschieben kann.
· ⚠️Persönliche Schutzausrüstung: Die Bediener müssen während des gesamten Verfahrens standardmäßige Laborkittel und Einweghandschuhe tragen, um die persönliche Sicherheit zu gewährleisten.
· ⚠️Hinweis zur Lichtabschirmung: Setzen Sie die Platten keiner direkten Sonneneinstrahlung oder UV-Lichtsystemen aus und vermeiden Sie längere Exposition unter starker Leuchtstoffbeleuchtung.
· ⚠️Biosicherheits-Entsorgungsprotokoll: Gebrauchte diagnostische Platten enthalten lebende aktive mikrobielle Stämme. Entsorgen Sie alle Zählplatten sofort nach der Prüfung gemäß den internationalen Gesetzen zur Entsorgung von Biosicherheitsabfällen und den Sterilisationsstandards.
